ginda sprüche

Ginda Sprüche
Günter Krause (Ginda ohne H) gibt schwäbische Weisheiten zum Besten.
Er erklärt allen Nicht Schwaben die Weltsprache Schwäbisch.
Sie suchen einzigartige Sprüche zum Ruhestand oder Geburtstag?
In Ginda´s Spruch Sammlung finden Sie originelle Zitate und Gedichte.


Rente Ruhestand Pensionierung Verabschiedung Sprüche kostenlos
Die kostenlosen Sprüche zum Ruhestand dürfen mit dem Zusatz schwobahemd.de weiterkopiert werden.

Ist die Rente nicht mehr weit
geht der Kollege
bald andere Wege,
tuts den andern ganz arg leid.
Lieber Willi, zum Ausstand die besten Wünsche von deinen Kolleginnen und Kollegen

Liebe Hanna,
stets hast du humor verbreitet,
manchen Streit gekonnt vereitelt,
warst immer lieb und nett.
Doch jetzt gehst du weg.
Gar nicht nett.
Dein Leben macht ne große Wende.
Liebe Hanna,
wir gönnen dir die Rente!

Geburtstag Sprüche kostenlos

Die kostenlosen Sprüche zum Geburtstag dürfen mit dem Zusatz schwobahemd.de weiterkopiert werden.

Liebe Britta,
lebe hoch und lass dich feiern,
genieße deinen Ehrentag.


 



Detsch mä nett
... ist Bitte und höfliche Aufforderung zugleich. Prompt kommt die Antwort:  "Schatz, i machs glei!" 
Das "glei" ist eine schwäbische Zeitansage, die sehr relativ ist. Es können 30 Sekunden, aber auch 3 Stunden sein. Wird die Bitte nicht in dem unausgesprochenen Wunschzeitraum erfüllt, hakt die Bittende - meist die bessere Hälfte und schwäbisch Hausfrau - nach: "I hab denkt, du detsch mä..."   Wieder kommt die kurze Antwort: "Glei!"  Wenn sich dann der behebige Schwabe in der Werbepause vom Sofa bequemt um sich dem Wunsch seiner Liebsten mit den Worten "Jetzatle, was isch zu do?" zu widmen, schallt es aus der Küche . "Bis du kummsch - jetzt hab is selber gmacht!"

Drum merke: Bei  "Dätsch ma nett" derfsch nett long warta.
Auf Hochdeutsch würde es heißen: "Liebling tättest du mal so freundlich sein und würdest mir...". Der schwabe sagts in 3 Worten.

Je nach Region im Schwabenländle und Dialekt varriiert  die Schreibweise von "Detsch", das sich also von "tättest" ableitet


Gschissa gut
Woher der Ausdruck stammt, läßt sich nicht nachvollziehen. Doch muss er ursprünglich etwas mit besagter Tätigkeit zu tun gehabt haben.
Vielleicht musste morgens beim Militär Meldung gemacht werden. Etwa so:
"Geschlafen?" "Gut, Herr Hauptmann!". "Gesch...?" "Gut, Herr Hauptmann!"
So konnte sicher gegangen werden, dass es nach erfolgreicher Erledigung keine unnötigen Zwischenfälle geben würde.

Der Schwabe benutzt den Ausdruck als Prädiat.Zum Beispiel:
Der Geselle kommt zum Chef. "Meister, soll ich hier noch nacharbeiten?"
Der rundliche Schwabe sieht sichs an, nimmt die Zigarre aus dem Mund und sagt:
"Nix do. Des isch gschissa gut!"


Drum merke:  "Gschissa gut" isch uff jeden Fall nett schlecht. Ein Spruch der sich hervorragend für unser schwobahemd T-Shirt eignet.
Auf Hochdeutsch würde es heißen: "Geschissen gut...". Aber des klingt... Pfui.

Eine schöne Bescherung 
Eine weihnachtliche Geschichte von Günter Krause

  Es war ein herrlicher Wintertag. Die beiden Freundinnen Gundi und Marlies genossen bei ihrem Nachmittagsspaziergang die klare Luft und die Wintersonne. Etwas durchgefroren freuten sie sich auf die gemeinsame Kaffeestunde bei Gundi.
  „Nanu“, wunderte sich diese, als sie die Wohnungstüre öffnen wollte. „Es ist ja gar nicht abgeschlossen!“
  Mit unguter Vorahnung schob sie die Türe auf.
  „Oh Gott!“, rief sie. „Das darf nicht wahr sein!“
  In der knappen Stunde ihrer Abwesenheit hatte jemand die Wohnung ausgeraubt. Gundi sackte kraftlos auf den Sessel. Marlies verständigte per Handy die Polizei.
Ein Kommissar mit Ledermantel und Fischgrätmütze übernahm die Ermittlungen.
„Null Null Fangmich“, stellte er sich vor.
Gundi musste sich trotz der Umstände ein Lachen verkneifen.
  „Die Sache ist kompliziert!“, begann er mit wichtigem Tonfall. „ Es gibt keinerlei Einbruchsspuren. Das heißt, die Person muss einen Schlüssel gehabt haben!“ -
  „Einen Schlüssel?“, wiederholte Gundi ungläubig. „Es gibt nur drei Schlüssel!.“ -
  „Glauben Sie!“, unterbrach sie der Kommissar. „Sind Sie da wirklich sicher?“
  „Sehr sicher. Einen hat Marlies und zwei sind bei mir!“
  „Volltreffer!“, jubelte Fangmich. „Also gibt es einen vierten! Oder wo ist der Ersatzschlüssel?“
Gundi wollte aufstehen.
  „Warten Sie!“ Fangmich drückte sie auf den Sessel zurück. „Geben Sie mir 2 Versuche um das Versteck zu finden!“ Er ging zum Wohnzimmerschrank und zog die oberste Schublade  auf.
  „Ist er das?“, fragte er triumphierend.,  
  „War auch kein Kunststück!“, konterte Gundi.
„Eben“, erwiderte Fangmich, „aber es geht noch einfacher. Der Schlüssel neben der Haustüre, erspart dem Gauner das Suchen!“
  „Dafür muss er erstmal in der Wohnung sein, dann braucht er den Schlüssel eh nicht mehr!“, folgerte Gundi.
  „Dann nicht mehr!“, bestätigte der Kommissar. „Anders sieht es aus, wenn er vorher schon mal in der Wohnung war!“
  „Falsche Spur!“, wehrte Gundi ab. „Alle drei Schlüssel sind noch da!“
  Fangmich lachte dröhnend. „Was soll das beweisen? Nichts. Überhaupt nichts. Wissen Sie, wie lange ein Gauner dafür braucht einen Schlüsselabdruck zu machen? Bis Sie ein Glas Wasser aus der Küche geholt haben, ist das Ding im Kasten. So schnell geht das!“
„Sie meinen...?“
„Konkret! War jemand Fremdes in letzter Zeit bei Ihnen in der Wohnung?“
  „Oh nein, bitte nicht!“ Gundi starrte ausdruckslos vor sich hin. „Vor zwei, drei Wochen hat eine Frau mit einem kleinen Jungen um Wasser gebeten. Es ging ihm nicht gut! Ich konnte sie nicht im Flur stehen lassen.“
  „Den Dank haben Sie heute wohl dafür bekommen. Sie müssen den Zylinder austauschen lassen. Und wenn Sie Pech haben das  Schloßsystem im ganzen Haus. Dann wird es sehr, sehr teuer.“
  „Aber ich bin doch versichert“, stellte Gundi fest.
  Der Kommissar schüttelte den Kopf. „Wenn Sie die Einbrechern selbst in die Wohnung gelassen haben, ist das nicht so eindeutig“.
  Gundi sackte noch ein Stück mehr in ihrem Sessel zusammen. Das Telefon klingelte. Der ermittelnde Kommissar Null NUll Fangmich nahm den Hörer ab.
  „Für Sie!“
  Gundi reagierte nicht. Das Telefon klingelte weiter.
 „Für Sie!“, wiederholte er.
  Gundi stutzte. Wie konnte das Telefon klingeln, wenn Fangmich bereits abgenommen hatte? Es dauerte noch ein paar Minuten bis Gundi vom schrecklichen Traum ins Wachsein gefunden hatte. Schweißgebadet richtete sie sich auf. Sie sprang aus dem Bett, um im Wohnzimmer nach dem Rechten zu schauen. Alles in Ordnung. Erleichtert atmete sie auf.
  „Mist“, sie schlug sich mit der Hand auf die Stirn.
Die Frau mit dem Jungen hatte sie vor 3 Wochen tatsächlich in die Wohnung gelassen.
  War der Traum eine Vorsehung des Schicksals? Ausgerechnet heute war Marlies bei ihrer Tochter. Tausende Gedanken schossen durch ihren Kopf. Sie musste unbedingt ein Zusatzschloss anbringen lassen. Solange konnte sie die Wohnung nicht mehr verlassen. Morgen würde sie alles mit Marlies durchsprechen. Heute brachte sie sowieso nichts auf die Reihe. Beim leisesten Geräusch zuckte sie zusammen. Als kurz nach Zwölf Uhr am Mittag die Haustürglocke läutete nahm sie mit zitternden Händen den Hörer der Sprechanlage ab.  
   „Guten Tag Frau Maier“, drang es aus dem anderen Hörer, „mein Sohn und ich möchten uns bei Ihnen bedanken. Sie haben uns vor ein paar Tagen vor einer mittleren Katastrophe bewahrt, als Sie meinen Sohn auf Ihre Toilette ließen. Können Sie kurz herunter kommen?“
  Gundi war einem Herzinfarkt nahe.
  War das eine neue Masche? Mit ungutem Gefühl schloss sie die Wohnungstüre ab. Was aber, wenn bereits eine Komplize im Haus war und sie nach unten gelockt wurde?
  Vorsichtig zog sie die Haustüre auf. Dann ging alles so schnell, dass Gundi überhaupt nichts begreifen konnte.   
 
  Der Junge sprang auf sie zu und umarmte sie.
  „Mir geht es wieder besser. Für dich!“  
  Er reichte ihr ein selbstgemaltes Bild. Es zeigte eine  ältere Dame, einen kleinen Jungen und ein Herz.
  Die Mutter lächelte, reichte Gundi einen Blumenstrauß und lud sie und Marlies für nächsten Samstag zum Essen zu ihnen nach Hause ein.


Geschichte darf gerne geteilt werden | Alle Rechte bei Günter Krause

Genug gelesen? Hier gehts zurück zum shop